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Werbe- und Gestaltungsglossar

Fachbegriffe aus Gestaltung, Druck und Online-Marketing in ein bis zwei Sätzen erklärt, jeweils mit Verweis auf das Kapitel, in dem das Thema ausführlich behandelt wird.

Gestaltung, Druck und Online-Marketing haben jeweils ihre eigene Fachsprache. Wer mit Druckerei, Werbetechnik oder Webdesign spricht, versteht Angebote und Rückfragen besser, wenn die Grundbegriffe sitzen. Die Einträge sind bewusst kurz gehalten und verweisen auf die Kapitel, in denen das Thema ausführlich erklärt wird.

A bis C

AIDA
Klassisches Schema für Werbetexte: Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Wunsch), Action (Handlung). Hilfreich für Werbebriefe und Anzeigen. Siehe Direktmarketing.
Alternativtext (Alt-Text)
Kurze Textbeschreibung eines Bildes im Code einer Website. Screenreader lesen ihn vor, Suchmaschinen werten ihn aus. Siehe Barrierefreie Website.
Anschriftfeld
Bereich des Briefbogens von 85 × 45 Millimetern, der nach DIN 5008 im Fenster des Umschlags sichtbar ist. Siehe Geschäftsausstattung.
Beschnitt
Zugabe von meist zwei bis drei Millimetern über das Endformat hinaus, damit nach dem Schneiden keine weißen Ränder entstehen. Siehe Papier und Druck.
BFSG
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, seit 28. Juni 2025 in Kraft. Verpflichtet Unternehmen, bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher barrierefrei anzubieten, mit Ausnahmen für Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen.
Bildmarke
Logo, das nur aus einem grafischen Zeichen ohne Schrift besteht. Siehe Logo entwickeln und schützen.
CMS
Content-Management-System, eine Software, mit der Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse gepflegt werden, etwa WordPress. Siehe Webauftritt planen.
CMYK
Die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schwarz), aus denen im Vierfarbdruck alle Farbtöne gemischt werden.
Conversion
Eine gewünschte Handlung eines Website-Besuchers, etwa Anruf, Anfrage oder Kauf. Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besucher, die sie ausführen.
Corporate Design
Das einheitliche visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens aus Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und Layoutregeln. Siehe Corporate Design.

D bis H

DIN 5008
Norm mit Schreib- und Gestaltungsregeln für Texte und Geschäftsbriefe, unter anderem zu Briefbogen-Maßen, Datum und Telefonnummern.
dpi
Dots per inch, Maß für die Auflösung im Druck. Richtwert für Bilder in Drucksachen: etwa 300 dpi in Endgröße.
Druckdaten
Die fertige Datei, meist ein PDF, nach der gedruckt wird. Sie muss Format, Beschnitt, Farbraum und Auflösung nach den Vorgaben der Druckerei erfüllen.
Favicon
Kleines Symbol einer Website im Browser-Tab und in Lesezeichen, meist aus dem Bildzeichen des Logos abgeleitet.
Falz
Knick in einer Drucksache. Gängige Falzarten sind Wickelfalz, Zickzackfalz und Kreuzfalz. Dicke Papiere werden vor dem Falzen gerillt, damit sie nicht brechen.
Grammatur
Gewicht eines Papiers in Gramm pro Quadratmeter, das wichtigste Maß für seine Festigkeit.
Gestrichenes Papier
Papier mit Oberflächenbeschichtung, auf dem Farben brillant und Bilder scharf wirken. Gegenstück ist das ungestrichene Naturpapier.
HEX-Wert
Farbangabe für Bildschirme in hexadezimaler Schreibweise, etwa #1F1C19. Entspricht einem RGB-Wert.
HKS
In Deutschland verbreitetes System von Sonderfarben für den Druck, ähnlich Pantone.

I bis O

Impressum
Anbieterkennzeichnung mit Name, Anschrift und Kontakt, für geschäftsmäßige Websites in Deutschland nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz Pflicht.
Index
Die Datenbank einer Suchmaschine mit allen erfassten Seiten. Nur Seiten im Index können in den Suchergebnissen erscheinen.
Kontrastverhältnis
Helligkeitsunterschied zwischen Text und Hintergrund. Die WCAG verlangen auf Stufe AA mindestens 4,5 zu 1 für normalen Text.
Lastenheft
Dokument, in dem der Auftraggeber beschreibt, was ein Projekt leisten soll, etwa eine Website. Der Auftragnehmer antwortet darauf mit dem Pflichtenheft.
Laufrichtung
Richtung, in der die Fasern im Papier liegen. Sie beeinflusst, wie gut sich das Papier falzen lässt und wie es sich bei Feuchtigkeit verhält.
Mesh-Banner
Gitterartiges, winddurchlässiges Bannermaterial für große Flächen im Freien, etwa an Bauzäunen oder Gerüsten.
Nizza-Klassifikation
Internationale Einteilung von Waren und Dienstleistungen in 45 Klassen, nach der Marken angemeldet werden.
Nutzungsrecht
Das Recht, ein urheberrechtlich geschütztes Werk wie Logo, Foto oder Text auf bestimmte Weise zu verwenden. Es wird vertraglich eingeräumt.
Offsetdruck
Druckverfahren mit Druckplatten, das bei großen Auflagen niedrige Stückkosten und Sonderfarben ermöglicht.

P bis S

Pantone
Weltweit verbreitetes System von Sonderfarben mit festen Nummern, das genaue Farbabstimmung zwischen Gestaltung und Druck erlaubt.
PDF/X
Genormte Varianten des PDF-Formats für den Datenaustausch in der Druckvorstufe, etwa PDF/X-3 und PDF/X-4.
Pflichtenheft
Dokument des Auftragnehmers, das beschreibt, wie er die Anforderungen aus dem Lastenheft umsetzt. Im Alltag wird der Begriff oft für beides verwendet.
Proof
Farbverbindlicher Probedruck, mit dem das spätere Druckergebnis vorab geprüft wird.
Responsives Design
Gestaltung einer Website, die sich automatisch an Bildschirmgrößen von Smartphone bis Desktop anpasst.
RGB
Farbmodell aus Rot, Grün und Blau, mit dem Bildschirme Farben aus Licht erzeugen.
Rollup
Aufrollbares Werbedisplay im Hochformat für Messen und Veranstaltungen, das sich in wenigen Minuten aufbauen lässt.
Schutzzone
Freiraum um ein Logo, in dem keine anderen Elemente stehen dürfen, damit es wirken kann. Wird im Styleguide festgelegt.
Search Console
Kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, wie eine Website in der Suche erscheint, und technische Probleme meldet. Siehe Online gefunden werden.
SEO
Search Engine Optimization, alle Maßnahmen, die die Auffindbarkeit einer Website in den unbezahlten Suchergebnissen verbessern.
Sonderfarbe
Fertig gemischte Druckfarbe, die nicht aus CMYK zusammengesetzt wird, etwa aus dem Pantone- oder HKS-System.
Styleguide
Dokument, das alle Regeln eines Corporate Designs festhält: Logo-Varianten, Farben, Schriften, Bildsprache und Anwendungsbeispiele.

T bis Z

Typografie
Gestaltung mit Schrift: Auswahl der Schriftart, Größe, Zeilenabstand, Zeilenlänge und Satz.
Unternehmensprofil
Kostenloser Eintrag eines Betriebs bei Google mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen, sichtbar in Suche und Karten.
Veredelung
Zusätzliche Bearbeitung einer Drucksache, etwa Lack, Folienkaschierung oder Prägung, für Schutz oder besondere Wirkung.
Vektorgrafik
Grafik aus mathematisch beschriebenen Formen statt Pixeln, verlustfrei skalierbar. Logos sollten immer als Vektor vorliegen, etwa als SVG, PDF oder EPS.
WCAG
Web Content Accessibility Guidelines des W3C, international anerkannte Kriterien für barrierefreie Webinhalte, aktuell in der Version 2.2.
Wort-Bild-Marke
Logo aus Schriftzug und grafischem Zeichen. Bei kleinen Betrieben die häufigste Logoart.
Wortmarke
Logo oder Marke, die nur aus Schrift besteht. Rechtlich schützt eine eingetragene Wortmarke das Wort unabhängig von seiner Schriftart.

Wie Sie das Glossar nutzen

Die Begriffe tauchen in den Kapiteln des Handbuchs immer wieder auf. Wenn Ihnen in einem Angebot oder einer Rückfrage der Druckerei ein Fachwort begegnet, das hier fehlt, schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir ergänzen das Glossar regelmäßig. Einen Überblick über alle Kapitel finden Sie unter Alle Ratgeber.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Was ist der Unterschied zwischen Logo und Marke?
Ein Logo ist ein grafisches Zeichen. Eine Marke im rechtlichen Sinn ist ein geschütztes Kennzeichen für Waren oder Dienstleistungen, das ein Logo, ein Wort oder eine Kombination sein kann. Ein Logo wird erst durch Eintragung, Benutzung mit Verkehrsgeltung oder notorische Bekanntheit zur geschützten Marke.
Was bedeutet dpi?
Dots per inch, also Punkte pro Zoll, beschreibt die Auflösung eines Bildes im Druck. Für Drucksachen gelten etwa 300 dpi in der tatsächlichen Druckgröße als Richtwert. Für Bildschirme ist die Angabe in Pixeln entscheidender.
Was ist ein Favicon?
Das kleine Symbol, das im Browser-Tab, in Lesezeichen und teils in Suchergebnissen neben einer Website erscheint. Es wird meist aus dem Bildzeichen des Logos abgeleitet und muss in sehr kleiner Größe erkennbar sein.

Zuletzt überarbeitet am 27. Oktober 2026 von der Redaktion Werbe-Wissen. Fehler gefunden?Schreiben Sie uns.